Home
Sie befinden sich hier: Home > Das Gymnasium > Meldungen Archiv > Tag des Gymnasiums 2016

Tag des Gymnasiums 2016


(LEISTUNGS)STARKE GYMNASIEN IM RAMPENLICHT

Tag des Gymnasiums 2016 - Podiumsdiskussion

Anlässlich des heurigen Tags des Gymnasiums  luden die Vorsitzende des Nö Direktorenverbands Dir. Mag. Isabella Zins und die Vorsitzende der AHS-Gewerkschaft NÖ Mag. Eva Teimel zur Pressekonferenz mit dem Titel „Schulautonomie – Fluch oder Segen?“ ins BORG Mistelbach.

In ihrem Eröffnungsstatement gab die Vorsitzende der AHS-Gewerkschaft NÖ Mag. Eva Teimel einen kurzen Überblick über die Genese des Tags des Gymnasiums, der heuer schon zum 5. Mal in Niederösterreich mit großem Erfolg stattfand. An diesem Tag öffnen die 61 Gymnasien ihre Tore und präsentieren ihre Schwerpunkte und Stärken. Die Idee ging auf eine Initiative des Direktorenverbandes NÖ im Jahr 2011 zurück, bei der ein Markenentwicklungsprozess samt Entwicklung eines Logos in Gang gesetzt wurde; fünf Jahre später ist der Tag des Gymnasiums aus dem (Schul-)Kalender nicht mehr wegzudenken und zeigt die Verankerung der Gymnasien als unverzichtbare Bestandteile der regionalen Schullandschaft.

Mag. Isabella Zins gab einen kurzen Überblick über die Auswirkungen des Schulautonomiepaketes auf die höheren Schulen und relativierte das viele „Neue“ – vieles, was gefordert wird, werde in Niederösterreich bereits erfolgreich umgesetzt und sei gelebte Praxis. So erwähnte sie die Auswahl der Lehrerinnen und Lehrer durch DirektorInnen in Absprache mit dem Landesschulrat. Als problematisch beurteilt sie die in Zukunft mögliche Überschreitung von Klassengrößen, noch dazu ohne Einbindung der Schulpartner: Wenn z. B. wichtige Angebote wie Schulsozialarbeit nur durch einen Abtausch mit großen Sprachgruppen leistbar seien, werde das Autonomiepaket trotz gegenteiliger Behauptungen zum Sparpaket.

Der amtsführende Präsident des NÖ Landesschulrates, Mag. Johann Heuras, betonte, dass die Gymnasien eine Bereicherung der Bildungslandschaft seien. Von bestmöglich gebildeten Schülerpersönlichkeiten hänge die Zukunft unseres Landes ab – gerade auch in weltpolitisch schwierigen Zeiten. Auch er äußerte Bedenken gegenüber einer Schulautonomie ohne zusätzlich bereitgestellte Ressourcen. Eine ehrlich gemeinte Schulautonomie müsse auf unnötige Reglementierungen verzichten und echten Gestaltungsspielraum ermöglichen – dazu brauche es auch finanzielle Mittel.

Landesschulinspektorin HR Mag. Brigitte Wöhrer zeigte sich gerade an diesem Tag des Gymnasiums besonders stolz auf ihre Lehrerinnen und Lehrer. Für das hohe Engagement auch unter schwierigen Umständen sei Danke zu sagen. Um für die jungen Menschen in der Region optimale Bildungsangebote zu schaffen, sei Autonomie unabdingbar. Viele Gymnasien haben deswegen bereits in den letzten Jahren schulautonome Schwerpunkte eingeführt. Die zunehmende Zentralisierung durch die neue Reifeprüfung und die Neue Oberstufe führe aber de facto zu einer deutlichen Einschränkung des pädagogischen Gestaltungsspielraums.

Auch Landesschulsprecher Elias Pargan, ein großer Befürworter der Autonomie an jedem einzelnen Schulstandort, befürchtet, dass dieses Autonomiepaket eine versteckte Sparmaßnahme sei. In der geplanten Aushebelung der Schulpartnerschaft sieht er einen großen demokratiepolitischen Rückschritt.

Bogdan Micic, Schulsprecher des BORG Mistelbach, nannte die Mitsprachemöglichkeiten der SchülerInnen an seiner Schule als positives Beispiel für gelungene Schulpartnerschaft. Die positive Weiterentwicklung einer Schule werde durch eine gute Zusammenarbeit von Direktion und SchulpartnerInnen getragen. Daher müsse die Mitsprache bei wichtigen Weichenstellungen auf jeden Fall erhalten bleiben.  

Im Anschluss an die Pressekonferenz führte Dir. Mag. Isabella durch ihre Schule, die an diesem Tag ganz im Zeichen des Tages des Gymnasium stand: Die vier schulautonomen Schwerpunkte des BORG Mistelbach (Instrumental-, Bildnerischer und NAWI-Zweig sowie der neue Medien- & Kommunikationszweig) wurden den über 300 BesucherInnen durch alle SchülerInnen und LehrerInnen wirkungsvoll präsentiert. Ebenso boten alle anderen 60 Gymnasien Niederösterreichs an diesem Tag ein vielfältiges Programm.

Der Tag des Gymnasiums 2016 war wieder einmal ein voller Erfolg und zeigte die Wichtigkeit der Gymnasien als Schule, die Leistung und Talente fordert und fördert.

 

 Tag des Gymnasiums 2016

 

Einladung zum Tag des Gymnasiums 2016

« prev  |   top  |   next »

Stimmen zum Gymnasium

Dr. Erwin Pröll, ehem. Landeshauptmann NÖ 1992-2017:

"Im Gymnasium habe ich ein profundes Rüstzeug bekommen. Das hat mir an der Universität für Bodenkultur geholfen und kommt mir bis heute auch in vielen beruflichen Belangen zugute.“

Prof. Dr. Friedrich Prinz, Stanford University:

"Neben einer soliden Ausbildung im Gymnasium waren vor allem die Erfahrung des gegenseitigen Helfens und die Bildung lebenslanger Freundschaften von großer Bedeutung."

Doris Dobrovich-Adam, Pianistin:

"Das Gymnasium weckte die Liebe zu Sprachen, die ich sehr gut in meinem Beruf gebrauchen kann. Ich bin auch eine Befürworterin von Latein, das einem die eigene Sprache näherbringt."

Powered by CMSimple | Login