Gedanken zum Absolventenverein

Gedanken zum Absolventenverein

Absolventenverein – was ist das und was bringt mir das?

 

V.l.n.r.: Direktor Michael Päuerl, SchriftführerStv. Eva Teimel, Schriftführer Winfried Windbacher, neue Obfrau Doris Reiser, scheidender Obmann Prof. Hans Peter Zelfel (+), neuer Kassier Christian Matzner, Foto vom 17.5.2017

Nach 28 Jahren unermüdlicher Tätigkeit für den Verein und das Bundesgymnasium Mödling, Keimgasse hat Hans Peter Zelfel seine Obmannschaft gesundheitsbedingt zurückgelegt und ist kurze Zeit später verstorben (siehe Nachruf). Das mit Obfrau Doris Reiser (Maturajahrgang 1980) und Kassier Christian Matzner (MJ 1977) neu bestellte Vorstandsteam wird diese Arbeit fortsetzen, wenn auch neue Ansätze notwendig erscheinen: neben der Präsenz des Vereins in den neuen Medien soll vor allem das Bewusstsein der Absolventen für „ihre Schule“ unterstützt und gefördert werden.

Die Jahre in der Schule sind nicht nur Voraussetzung für die Erlangung des Reifeprüfungszeugnisses, vielmehr sollen sie „Bildung“ in jeder Beziehung vermitteln. Mehr als uns das selbst als Schüler meist bewusst ist, prägen Lehrer, Mitschüler und damit verbundene schulische Erlebnisse unsere Einstellung und unseren Zugang zum Leben und zur Gesellschaft. Die Keimgasse ist immer für „Bildung, nicht Ausbildung“ gestanden und dieser Ansatz soll künftig auch vermehrt durch den Absolventenverein mitgetragen werden.

Mit ihrer Lebens- und Berufserfahrung können ehemalige Schüler der Keimgasse den heutigen Schulbesuchern wertvolle Hilfe und Unterstützung anbieten, sei es in Belangen von Studien- oder Berufsentscheidungen, als Zeitzeugen im Geschichtsunterricht, durch Hilfestellung bei vorwissenschaftlichen Arbeiten oder ganz profan bei der Jobsuche. Voraussetzung dafür ist die Erfassung der beruflichen Schwerpunkte der Absolventen und besonderer Qualifikationen, eine Aufgabe, die auch in engem Zusammenhang mit der Bearbeitung der vor einigen Jahren begonnenen „Wall of Fame“ der Schule steht.  Durch Gespräche und Diskussionen zwischen Absolventen und Schülern z.B. im Rahmen von Maturatreffen kann es zum Austausch wertvoller und oft auch spannender Einblicke in den sich ständig verändernden Schulalltag kommen,  die mehr über Zeitgeschichte vermitteln als jeder Sachunterricht, aber auch den Blick älterer Generationen von Vorurteilen zum heutigen Unterricht befreit.  Auch die Aufarbeitung und Dokumentation der Schulgeschichte und damit eines  Stücks der Geschichte von Mödling ist in Form vorwissenschaftlicher Arbeit möglich und sollte durch Absolventen der Schule unterstützt und damit zugänglich gemacht werden. (siehe auch Vorhaben des neuen Vorstandes)

Es gibt also durchaus Anknüpfungspunkte zwischen den unterschiedlichen Schülergenerationen, die eine Unterstützung des Absolventenvereins nicht nur sinnvoll sondern sogar interessant und bereichernd erscheinen lassen. Damit wird hoffentlich auch die Frage „Und was bringt mir das?“  beantwortet, die heute leider sehr oft  gestellt wird, wenn es  um ehrenamtliche Aktivitäten geht.

Doris Reiser