E-Learning und Notebooks

eEducation Austria – Die Keimgasse als Expertschule

  Seit 19. Oktober 2016 ist die Keimgasse eine eEducation Expertschule und nachweislich ein aktives Mitglied der Initiative „eEducation Austria“. Das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (https://eeducation.at) verfolgt damit das Ziel, digitale und informatische Kompetenzen in alle Klassenzimmer Österreichs zu tragen.

Im Mittelpunkt steht der didaktisch sinnvolle Einsatz digitaler Medien in allen Gegenständen sowie die Steigerung der digitalen und informatischen Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern. Es geht um Einsatzszenarien, die einen Mehrwert für das Lernen und Lehren generieren bzw. die Schülerinnen und Schüler darauf vorbereiten, digitale Technologien am Arbeitsplatz kompetent zu benutzen.

Themenschwerpunkte an unserer Schule:

  • E-Didaktik: multimedialer Medieneinsatz, interaktives und kollaboratives Arbeiten, Förderung von Teamwork, Projekte, Lehrerfortbildung
  • E-Equipment: Beamer, Dokumentenkameras, Audioanlagen und Computer in allen Klassen und Unterrichtsräumen, flächendeckendes WLAN für Schüler und Lehrer, Infoscreens
  • E-Information: Schulkalender, E-Mail via Office365, Stundenplansoftware WebUntis, Schülerverwaltungsprogramm Sokrates, Lernplattform Moodle mit Kursen quer durch den Fächerkanon
  • E-Public Relations: Schulwebsite, Facebook, Instagram, Jahresbericht, Tag des Gymnasiums, Dokumentation der e-Badges

Wie alles in der Keimgasse begann…

Das BG/BRG Mödling Keimgasse hat bereits sehr früh den neuen Entwicklungen Rechnung getragen und 1988 den Schulversuch „Gymnasium mit Schwerpunkt Informatik“ gestartet. Bereits im Schuljahr 2000/2001 wurde erstmals eine Oberstufenklasse als „Notebookklasse“ geführt und die „Keimgasse“ konnte an einem Pilotversuch des Bundesministeriums für Bildung teilnehmen. Mit diesem Schritt hielten neue Lehr- und Lernformen Einzug in unsere Schule, die Arbeit mit Computer, elektronische Lernmedien und dem Internet wurden für Schüler und Lehrer zur Selbstverständlichkeit.

Aus dem Pilotversuch „Notebookklassen“ ging 2002 auf Grund einer Initiative des bm:bwk unter Leitung von  MR Dr. Christian Dorninger der eLearning Cluster Österreich hervor. Ab 2002 wurde das BG/BRG Keimgasse mit fünf anderen niederösterreichischen Schulen in den e-Learning-Cluster aufgenommen, einem Verbund ausgewählter Schulen, die elektronische Lehr- und Lernformen allen Schülern der Schule zugänglich machen und didaktisch, fachlich und technisch zusammenarbeiten. Dieser eLC Austria war der Zusammenschluss weiterführender Schulen aus verschiedenen Schultypen: allgemeinbildende, technische, kaufmännische, wirtschaftliche und Tourismusschulen. Sie alle hatten das gemeinsamen Ziel, Computer und elektronische Medien in einem optimalen didaktischen Rahmen in den Regelunterricht zu integrieren und das Konzept des „Blended Leanring“ zu realisieren.

In den einzelnen Schulen wurden e-Learning-Koordinatoren eingesetzt und Steuergruppen gegründet, welche die Kollegenschaft „mit ins Boot“ holen sollten. Im ersten Schritt wurden die technischen Voraussetzungen hergestellt, so etwa die Schaffung eines leistungsfähigen Schulnetzwerks und Internetzuganges, die Ausstattung der Klassenräume der Notebookklassen mit Beamer, Lehrer-PC, Drucker und Elektroinstallation. Im zweiten Schritt ging es um die Fortbildung der Lehrer und Lehrerinnen, die Entwicklung von Lehrmaterialien und den Daten- und Erfahrungsaustausch. Und im dritten Schritt ging es um die Förderung von Kooperation zwischen Clusterschulen. Regelmäßige Besprechungen, Vorträge und Tagungen hielten die Clusterteilnehmer am Laufenden und die Clusterleitungen gaben alljährlich bestimmte Ziele vor, um die Weiterentwicklung in Gang zu halten. Der eLC war als „Kind“ des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur an oberster Stelle der österreichischen Schulhierarchie auch an den bildungspolitischen Weichenstellungen für die Entwicklung einer modernen Schule beteiligt:

  • Förderung der Akzeptanz von e-Learning in der Politik und an den Schulen
  • Bereitstellung von finanziellen Mitteln
  • Organisation von Hard- und Softwarebeschaffung, Verhandlungen mit Firmen
  • Aufbau der Clusterstruktur, Planung und Durchführung von Treffen der beteiligten Schulen
  • Entwicklung von didaktischen Zielen
  • Bedachtnahme auf internationale Entwicklungen
  • Ermöglichung von Erfahrungsaustausch der Schulen untereinander
  • Förderung von Kooperation und Projekten.

Näheres zum e-Learning-Cluster erfahren Sie hier: Zur Webseite des eLC 2.0

Zu den Clusterzielen gehörten seit Anbeginn die Abwicklung von Projekten. Im Lauf der Jahre sind viele interessante Projekte aus der Partnerschaft unserer Schule mit dem eLC hervorgegangen, die nicht nur für unsere Schülerinnen und Schüler interessant und lehrreich waren, sondern auch einen Beitrag zur Schulentwicklung geleistet haben.

Projekte im Rahmen der Mitgliedschaft beim e-Learning-Cluster

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 16. September 2015 12:31

Im Lauf der Jahre sind viele interessante Projekte aus der Partnerschaft unserer Schule mit dem eLC hervorgegangen. Sie waren für unsere Schülerinnen und Schüler interessant und lehrreich und haben darüber hinaus auch einen Beitrag zur Schulentwicklung geleistet. Hier einige ausgewählte Links:

 2014-2015  Safer Internet-Days 2015   Alljährlich finden an unserer Schule die Safer-Internet-Days statt. Schülerinnen und Schüler der 7. Klasse(n) entwickeln zu ausgewählten Internet-Themen Vorträge, die sie dann den Kindern der zweiten Klassen präsentieren, Fragen beantworten und eigene Erfahrungen mitteilen.
 2014-2015  2015 Überwachungssoftware für sichere Prüfungsumgebungen  Testen und Evaluieren von Überwachungssoftware für eine „sichere“ Prüfungsumgebung (LanSchool)
 2014-2015  2015 Diffusion und Osmose  Diffusion und Osmose: Visualisierung durch kurze Stop-Motion-Videos, die den Ablauf der Teilchenbewegungen zeigen.
 2014-2015   2015 eTapa: Game of Life  Selbstbewegende Objekte durch Programmierung im Excel, nach dem Regelwerk von Conway. Präsentation in Videos.
 2013-2014  Responsive Webseiten zu Sehenswürdigkeiten in Mödling

Erster Teil eines Gesamtprojekts sind Webseiten zu Mödlinger Sehenswürdigkeiten. Die HTML5-Programmierung erlaubt eine automatische Anpassung an die Bedingungen des aufrufenden Geräts.

Der nächste Projektteil besteht in der Programmierung einer Handy-App, die über GPS-Daten des Benutzers automatisch zu den Webseiten verlinkt.

 2013-2014  Stop-Motion-Videos

Bei dieser Technik werden viele Bilder eines sich verändernden Aufbaus (z.B. Personen ändern geringfügig ihre Körperposition, Objekte verändern geringfügig die Lage) aufgenommen und dann zu einem Film verknüpft.

So können Prozesse gezeigt oder auf einzigartige Weise veranschaulicht werden – eine kreative Möglichkeit, den Unterricht zu bereichern.

 2010-2011  Studie zum Suchtverhalten Jugendlicher

Suchtverhalten Jugendlicher (Rauchen, Alkohol, Drogen, Computer, Handy, Ernährung, Kaufen): Umfangreiche Online-Befragung der Schülerinnen und Schüler aus den AHS Keimgasse, Purkersdorf und Laa/Thaya. Statistische Auswertung mit Hilfe von Grafstat, Datenverknüpfungen, Vergleiche, Analysen.

Projektleitung OStR Mag. Peter Karanitsch. Umfrage und Veröffentlichung mit Genehmigung des Schulgemeinschaftsausschusses.

 2008  Kohlenwasserstoffe

Umfangreiche Webseite, die Einblicke in die Welt der Kohlenwasserstoffe gibt. Inhalte für den Chemieunterricht in der 8. Schulstufe und für die Oberstufe. Erdöl: Entstehung, Prospektion, Förderung, Raffinerie. Zahlreiche Animationen (Quelle OMV); Chemische Grundlagen für Alkane, Alkene, Alkine, Aromaten, Halogenkohlenwasserstoffe; Wirtschaftliche Aspekte, Umweltproblematik. Mit Videos von Experimenten aus dem Unterricht und mit elektronischen Wissenstests (Multiple Choice, Zuordnungen). Informationen und didaktische Erläuterungen für Unterrichtende.

Wissenschaftliche Bearbeitung: OStR Mag. Peter Karanitsch und das Medienservice der OMV.

 2005  Sectio Lepus europaeus

Eine e-Learning-Sequenz aus und für den Biologieunterricht, bei der ein weiblicher Feldhase seziert wird. Mit exakten anatomischen Beschreibungen und ethischen Erläuterungen.

Wissenschaftliche Bearbeitung: OStR Mag. Peter Karanitsch und O.Univ.Prof. Dr.med.vet. Josef Troxler, Vorstand des Instituts für Tierhaltung und Tierschutz an der Veterinärmedizinischen Universität Wien.