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| Vortrag über österreichische Arktisforschung |
| Geschrieben von: open web team |
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Seit 1997 werden im Rahmen der österreichisch-kanadischen Arktisforschungskooperation High-Arctic jährlich die Einflüsse von Klimaveränderungen auf Fische (Seesaiblinge, Salvelinus alpinus) aus Seen in der kanadischen Arktis untersucht. High-Arctic ist mittlerweile die mit Abstand detaillierteste Untersuchung zu diesem Themenkreis, die bisher in der kanadischen Arktis durchgeführt wurde, und ist auch das am längsten durchgehend laufende heimische Arktisprojekt. Der Ausgangspunkt für das Arktisprojekt war eine in den 1990er-Jahren an Seesaiblingen aus Tiroler Hochgebirgsseen durchgeführten Studie, in [der] festgestellt werden konnte, dass die Temperatur mit hoher Wahrscheinlichkeit die „treibende Kraft“ der Schwermetallaufnahme in diesen Fischen ist. Dieser Befund ließ einen möglichen Zusammenhang zwischen Metallanreicherung und Klimaveränderungen vermuten. Ziel von High-Arctic war daher, zu untersuchen, ob Fische aus den einander sehr ähnlichen und gegenüber Umweltveränderungen überaus sensiblen Ökosystemen „Hochgebirgssee“ und „arktischer See“ als Biomonitoringsystem von globalen Klimaveränderungen verwendet werden können (aus dem Abstract zum Vortrag).
Dr. Köck brachte den Schülerinnen und Schülern der 6.-8. Klassen zunächst die Grundlagen der Untersuchungen näher und berichtete dann in sehr anschaulicher Weise über die zum Teil sehr beschwerliche und aufwändige Forschungsarbeit in der Arktis (insbesondere an mehreren Seen in der kanadischen Arktis). Der letzte Teil des Vortrags sowie die anschließende Diskussion waren beherrscht von Fragen zu Umwelt und Gesundheit: Wer sind die Verursacher der Schwermetallemissionen? Wie wird sich die Menge an Emissionen voraussichtlich weiter entwickeln? Welche gesundheitlichen Auswirkungen hat schwermetallbelasteter Fisch (insbesondere auch für die Inuit, die sich viel von Fisch ernähren)? Somit wurden in diesem interessanten Vortrag viele Themen angesprochen und vertieft, die auch im normalen Biologieunterricht behandelt werden, sodass es den Schülerinnen und Schülern möglich ist, die Inhalte leicht mit ihrem bestehenden Wissen zu verknüpfen. Einigen hat Dr. Köck sicher auch Lust auf die Arktisforschung gemacht, die ja in Österreich auf eine lange Tradition zurückblickt. Abschließend möchte ich - wieder einmal - darauf hinweisen, dass auch Vorträge wie dieser eine wichtige Masche im Netzwerk "Schule trifft Wissenschaft" darstellen. Die Vortragsreihe "Science goes School" bringt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an die Schulen und trägt dazu bei, Jugendliche näher an aktuelle Forschungsthemen heranzuführen. In derselben Vortragsreihe hat schon am 14.11.2011 ein Vortrag von DI DR. Ursula Hofstötter zum Thema "Kommandozentrale Rückenmark" stattgefunden, der ebenso guten Anklang gefunden hat. Als weitere Elemente dieses Netzwerks seien die Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler auf die Vorwissenschaftliche Arbeit, die Besuche von Universitäten (und Universitätsbibliotheken) oder die Forschungs- und Bildungskooperationen erwähnt. Wer mehr über die Arktisforschung und das Projekt "High-Arctic" erfahren möchte, kann sich hier schlaumachen: http://homepage.uibk.ac.at/~c71925/index.htm
Text: Mag. Clemens Pichler, Fotos: Mag. Clemens Pichler, Mag. Silvia Krumpholz-Pichler
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Im Rahmen der Vortragsreihe "Science goes School" hielt Mag. Dr. Günter Köck von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften einen Vortrag zum Thema „Fische aus sensiblen Ökosystemen als Bioindikatoren von globalen Klimaveränderungen - High-Arctic 1997-2012“.