„Kriege gehören ins Museum“ – Heeresgeschichtliches Museum Wien

Am 24. September war die 4B mit Mag. Andrea Wagner und Mag. Margit Schwed im Heeresgeschichtlichen Museum Wien, um das Thema 1. Weltkrieg zu vertiefen. In einer sehr interessanten Führung durch die Ausstellung sahen die Schülerinnen und Schüler das Auto, in dem der Thronfolger Franz Ferdinand und seine Frau dem Attentat in Sarajewo zum Opfer fielen. Viele Ausstellungsstücke zeigen sehr deutlich, welchen Strapazen die Soldaten ausgesetzt waren – so zum Beispiel die Uniform, die fast schwerer war als viele Männer damals selbst wogen. „Kunstwerke“, die im Schützengraben aus Munition und anderen Materialien hergestellt wurden, zeugen noch heute von der Sehnsucht, so etwas wie Alltag in die Schrecken an der Front zu bringen. Die Schülerinnen und Schüler erlebten in einem nachgebauten Schützengraben, wie eng es darin war.

Im zweiten Teil des Vormittags durften die Schülerinnen und Schüler selbst tätig werden. In einem Workshop sollten sie mit Hilfe von Literatur und Originaldokumenten Briefe verfassen – etwa von einem Soldaten an der Front an seine Familie oder umgekehrt. Für viele war es gar nicht so einfach, sich zu überlegen, wie man von der Katastrophe berichten kann, ohne dabei zu riskieren, dass die Nachricht aufgrund der strengen Zensur vielleicht gar nicht abgeschickt wird. Der Besuch im HGM war für uns alle nicht nur sehr lehrreich, sondern hat auch zum Nachdenken angeregt.

Text: Andrea Wagner
Bilder: Margit Schwed und Andrea Wagner